In den letzten Jahren habe ich meine Laufbahn darum aufgebaut, lokale Marktrealitäten in Indien mit Erwartungen auf Vorstandsebene in Europa zu verbinden.
In meiner jüngsten Führungsrolle habe ich ein etabliertes indisches Unternehmen umgestaltet — die Organisation um 10 % gestrafft und gleichzeitig die Umsatz-Leistung innerhalb von neun Monaten um 15 % gesteigert. Ich habe einen Fusionen-und-Übernahmen-Prozess in Indien geleitet, über 80 potenzielle Zielobjekte vorausgewählt, zwei in eine vollständige Sorgfaltsprüfung gebracht und einen bis zu den finalen Verhandlungen geführt. Das gab mir Erfahrung aus erster Hand, wie Wachstum in Indien oft organische Expansion, Partnerschaften und Übernahmen kombiniert.
Diese Ergebnisse bestätigten, was ich schon lange glaubte: Einen Plan auf Papier zu bringen ist eine Sache; ihn inmitten der täglichen betrieblichen Realitäten Indiens umzusetzen — das ist, wo Führung, Anpassungsfähigkeit und offene Kommunikation wirklich zählen.
Mein erster Kontakt mit Indien geht auf 2007 zurück, als DSM mich zur Feldforschung bei indischen Bauern schickte. Ich lernte früh, dass Fortschritt durch sorgfältiges Zuhören entsteht, durch Anpassung an lokale Gegebenheiten und durch ein Maß an Jugaad, wenn nötig. Diese Lektion ist seither geblieben.
Dieselbe Haltung bringe ich in den Aufbau von Unternehmen ein: pragmatisch, anpassungsfähig und verwurzelt in der Umsetzung.
Ich habe einen gemeinsamen Executive-Studiengang in Unternehmensführung (MBA) von Kellogg Northwestern (USA) und der WHU (Deutschland) sowie einen Master in Industrielle Gestaltungstechnik von der TU Delft. Über die Jahre habe ich Führungspositionen am Schnittpunkt von Geschäftsleitung und kaufmännischer Entwicklung in Maschinenbau, Chemie, Industrietechnologie und Lieferkette bekleidet — unter anderem bei DSM-Firmenich, Maire Tecnimont und zuletzt Broekman Logistics.
Rutger Bonsel →